Sonderpreis Pflege für Begleitung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus

Das Projekt „Begleitung von Menschen mit Demenz während eines Klinikaufenthaltes“ der Alzheimer Gesellschaft Lilienthal und Umzu e.V. ist mit dem Sonderpreis Pflege ausgezeichnet worden.

Damit wird ein Engagement gewürdigt, das den oft belastenden Krankenhausalltag für Menschen mit Demenz menschlicher und würdevoller gestaltet. Unter der Leitung von Petra Reiß unterstützt ein Team aus engagierten Ehrenamtlichen Patientinnen und Patienten mit Demenz während ihres Aufenthalts im Krankenhaus.

Gerade in der ungewohnten Umgebung einer Klinik geraten Betroffene schnell in Stress- und Überforderungssituationen. Hier setzt das Projekt an: Durch eine angepasste, einfühlsame Begleitung geben die Ehrenamtlichen Orientierung, Ruhe und Nähe. Die Begleitung reicht dabei über reine Anwesenheit hinaus. Die Helferinnen und Helfer nehmen sich Zeit, gehen auf individuelle Bedürfnisse ein und tragen dazu bei, Angst und Verunsicherung zu reduzieren. Ziel ist es, eine Verschlechterung der Demenzsymptome durch den Klinikaufenthalt möglichst zu vermeiden und den Betroffenen Sicherheit zu vermitteln.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projekts ist die Einbindung der Angehörigen. Sie werden während des Aufenthalts unterstützt und auch nach der Entlassung nicht allein gelassen. Damit stärkt das Projekt nicht nur die Patientinnen und Patienten selbst, sondern auch ihr soziales Umfeld.

Mit der Auszeichnung des Sonderpreises Pflege wird dieses besondere ehrenamtliche Engagement sichtbar gemacht. Es zeigt, wie wichtig menschliche Zuwendung und individuelle Begleitung in der medizinischen Versorgung sind – insbesondere für Menschen mit Demenz.

Weitere Infos und Projekte der Alzheimer Gesellschaft Lilienthal und Umzu e.V. finden Sie hier.

Auf dem Bild sind von links Juliane Bader, Monika Thewes, Petra Reiß und Eckhard Schlöbcke vom Projekt „Begleitung von Menschen mit Demenz während eines Klinikaufenthaltes“ gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Karin Prien und DAK-Vorstandschef Andreas Storm zu sehen. Bildrecht: DAK-Gesundheit / axentis/Lopata